Radioaktivität entsteht im Atomkern

Radioaktivität ist eine Stoffeigenschaft die durch den Atomkern bestimmt wird. Nur sehr große und schwere Atome sowie Atome mit einem ungünstigen Verhältnis von Protonen zu Neutronen sind radioaktiv. Nicht alle Elemente sind radioaktiv. Von den heute 118 bekannten Elementen sind nur es 38. Ein Blick ins Periodensystem der Elemente genügt dabei, um zu erkennen dass es vor allem sehr große und schwere Atome sind. Bis auf zwei Ausnahmen handelt es sich um die Atome von Elemente mit einer höheren Ordnungszahl als 82 und deren Masse größer als 208 u ist. Blei, das Element mit der Ordnungszahl 82, scheint das letzte nicht radioaktive Element zu sein. Bei den beiden Ausnahmen handelt es sich zum einen um “Technetium (Tc; Ordnungszahl 43)” und “Promethium (Pm; Ordnungszahl 61)”.   Neben den großen und schweren Atomen sind auch die meisten „Isotope“ radioaktiv. Ein Isotop (=“Abkömmling“) ist eine Variante eines Atoms, das mehr oder weniger Neutronen hat. Dadurch unterscheidet sich seine Masse von der Masse des „Original-Atoms“. Von den knapp 3000 Isotopen, die es gibt, sind gerade einmal rund 250 nicht radioaktiv. Scheinbar werden Atomkerne instabil und zerfallen (radioaktiv), wenn das Verhältnis von Protonen und Neutronen ungünstig ist. Ein Beispiel: Das „normale“ Kohlenstoff-Atom (C) besitzt sechs Protonen und sechs Neutronen in seinem Atomkern. Es ist aufgrund seiner kleinen Größe und der geringen Masse nicht radioaktiv. Neben dem „normalen“ Kohlenstoff-Atom gibt es auch noch das sogenannte C-14-Isotop. Ein Kohlenstoff-Isotop welches etwas schwerer als das „normale“ C-Atom ist. Es hat sechs Protonen und 8 Neutronen in seinem Atomkern. Das C-14-Isotop ist radioaktiv. Das „Normale“ C-Atom      Das C-14-Isotop 6 Protonen, 6 Neutronen 6 Protonen, 8 Neutronen        Masse = 12 u         Masse = 14 u       nicht radioaktiv  radioaktiv Das C-14-Isotop hat eine eine weitaus geringere Masse (14u) als normale radioaktive Elemente wie beispielsweise Uran (235u). Die Größe und Masse eines Atoms kann also nicht alleine dafür verantwortlich sein, ob ein Atom radioaktiv ist oder nicht. Auch das Verhältnis zwischen Protonen und Neutronen im Atomkern entscheidet darüber, ob ein Atom radioaktiv ist oder nicht.
Radioaktivität entsteht im Atomkern Fehler gefunden? Fehler gefunden? Hinweis: Experimente Hinweis: Experimente Allgemeines Einfluss der Größe des Atomkerns Einfluss des Protonen- Neutronen- Verhältnisses
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