Die elektrische Stromstärke “I”

Die elektrische Stromstärke “I” gibt an, wie viele Elektronen pro Sekunde an einem Messpunkt vorbeikommen. Sie wird mit einem in Reihe angeschlossenem „Amperemeter“ gemessen. Ihre Einheit ist das Ampere „A“. Im Alltag verwendet man den Begriff „Strom“ in vielen verschiedenen Momenten. Zum Beispiel spricht man vom Verkehrsstrom auf der Autobahn. Je mehr Autos die Straße in einer bestimmten Zeit befahren, desto größer ist der “Verkehrsstrom”. Oder man bezeichnet einen großen Fluss als „Strom“ - wie beispielsweise den „Sankt-Lorenz-Strom“ in Nordamerika. Im Zusammenhang mit einem Fluss spricht man dann von der Strömung. Bei einer leichten Strömung fließt nur wenig Wasser, bei einer starken Strömung fließt hingegen sehr viel Wasser. In der Physik gibt es etwas ganz ähnliches im Zusammenhang mit dem elektrischen Strom. Allerdings betrachtet man keine Autos oder Wasser sondern Elektronen, die sich vom einen Punkt zum anderen Punkt bewegen. Dabei gibt die „elektrische Stromstärke“ (abgekürzt mit einem großen i) an, wie viele Elektronen pro Sekunde eine bestimme Stelle passieren.     Die Einheit der „elektrischen Stromstärke“ heißt Ampere und wird mit „A“ abgekürzt. Ein Ampere sind ungefähr 6,2 • 10 18  Elektronen pro Sekunde. Das sind 6 200 000 000 000 000 000 Elektronen. Oder in Worten 6 Trillionen 200 Billiarden Elektronen pro Sekunde. Ab welcher Stromstärke für den Menschen eine Gefahr besteht, lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Es kommt immer auf die Umstände an. Außerdem spielt nicht nur die „elektrische Stromstärke“ eine Rolle, sondern auch die “Spannung”, der persönliche “elektrische Widerstand” der Person und die Zeit. Wenn dich das Thema interessiert, dann lies bei folgendem Thema “Wann wird Strom gefährlich” weiter.                1 A = 1 Ampere 0,001 A  = 1 mA 1000 A  = 1 kA Um die Stromstärke zu messen, wird ein Amperemeter benötigt. Das Amperemeter zählt alle Elektronen, die bei ihm vorbeikommen und gibt die „elektrische Stromstärke“ dann in der Einheit Ampere an. Damit es alle Elektronen erfassen kann, muss es in Reihe angeschlossen werden. Bei einem parallel angeschlossenen Amperemeter würde nur ein Teil der Elektronen den “Messpunkt” passieren. Der andere Teil der Elektronen würde nicht erfasst werden. Das Amperemeter würde so angeschlossen falsche Werte anzeigen. Die beiden Grafiken zeigen noch einmal den jeweiligen Schaltplan. Im linken Schaltplan wurde das Amperemeter in Reihe angeschlossen. Es zählt daher alle Elektronen und zeigt daher die richtigen Werte an. Im rechten Schaltplan wurde das Amperemeter parallel angeschlossen. Nur ein Teil der Elektronen wird gezählt. In einem parallelen Stromkreis wählt nicht zwangsläufig die Hälfte der Elektronen den einen Weg und die andere Hälfte den anderen Weg. Wie viele Elektronen den einen Weg und wie viele den anderen Weg wählen hängt vom sogenannten „elektrischen Widerstand“ ab. Nur wenn beide Wege den gleichen „elektrischen Widerstand“ besitzen, teilt sich die gesamte Stromstärke gleichmäßig auf. Meist hat jedoch ein Weg einen etwas geringeren bzw. größeren elektrischen Widerstand. In Folge dessen wählen unterschiedlich viele Elektronen den ersten Weg bzw. den zweiten Weg. Misst man nun im ersten Weg die Stromstärke, so bedeutet dass nicht, dass im zweiten Weg die gleiche Stromstärke vorhanden ist. Man kann daher nicht einfach die gemessene Stromstärke verdoppeln und hätte so die gesamte Stromstärke.
Allgemeines Die Stromstärke in einer Reihenschaltung Die Stromstärke in einer Parallelschaltung
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Die Stromstärke “I” Hinweis: Experimente Hinweis: Experimente Fehler gefunden? Fehler gefunden? Weiter Weiter Zurück Zurück Richtig angeschlossenes Amperemeter Falsch angeschlossenes Amperemeter
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