Das Periodensystem der Elemente (PSE)

Im Periodensystem der Elemente sind alle bekannten Elemente angeordnet. Auf Grund der Stellung eines Elements kann ein Naturwissenschaftler zahlreiche Eigenschaften vorhersagen. Im Periodensystem der Elemente sind alle 118 bis heute bekannten Elemente angeordnet. Es ist eines der wichtigsten Hilfsmittel in der Chemie. Durch das Anordnungsprinzip lassen sich zahlreiche Eigenschaften der Elemente und ihrer Atome leicht ablesen. Chemiker müssen daher nicht mehr jedes Element auswendig wissen, ein Blick darauf genügt. Das heutige PSE geht auf den Russen Dimitrij Mendelejew (1834 - 1907) und den Deutschen Lothar Meyer (1830 - 1895) zurück. Beide entwickelten unabhängig voneinander um 1869 eine frühe erste Form des Periodensystems. Bis dahin hatten sich bereits ein paar andere Naturwissenschaftler damit beschäftigt. Deren Einteilungen erfolgten dabei unter teilweise ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten. Beispielweise unterteilten sie in Metalle und Nichtmetalle oder in feste, flüssige oder gasförmige Elemente. Doch diese Ordnungsprinzipien missglückten regelmäßig. Alle Versuche die bisher ca. 50 bekannten Elemente zu ordnen, scheiterten spätestens dann, wenn ein weiteres Element entdeckt wurde. Dieses brachte die ganze Anordnung durcheinander. Und Vorhersagen über die Eigenschaften des neuen unbekannten Elements ließen sich im Vorfeld auch nicht treffen. Erst mit der Leistung von Mendelejew und Meyer wurden diese Hürden überwunden. Sie sortierten die Elemente in Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften. Zusätzlich ordneten sie die Elemente nach ihrer Atommasse. So erhielten sie eine regelmäßig (periodische) Abfolge der Eigenschaften. Das bedeutet nach einem Element der Gruppe „Rot“ folgte immer ein Element der Gruppe „Gelb“ und darauf ein Element der Gruppe „Grün“. Niemals war die Reihenfolge „Rot-Grün-Gelb“, „Gelb-Rot-Grün“ oder ähnliches. Nur die beiden leichtesten Elemente Wasserstoff (H) und Helium (He) tanzten etwas aus der Reihe. Sortiert man die obige Reihe in mehrere Zeilen um, so erkennt man besser die verschiedenen Gruppen und kommt schon nahe an die heutige Version des Periodensystems der Elemente heran. Das Ordnungsprinzip von Mendelejew und Meyer war so genial, dass sie Lücken für vermutete aber bisher unbekannte Elemente lassen konnten. Dank dieser Lücken musste die Anordnung der Elemente im PSE nicht jedes mal neu überdacht werden. Außerdem konnten sie endlich vorhersagen, welche Eigenschaften die noch zu entdeckenden Elemente haben mussten. Zu ihren Ehren wurde 1955 das 101. Elemente des PSE als „Mendelevium“ benannt. Der Name Lothar Meyer findet sich in zahlreichen Mineralien wieder. Heutzutage enthält das Periodensystem der Elemente keine Lücken mehr. Das bedeutet jedes neue gefundene Element kann nur noch eine Position am Ende des Periodensystems erhalten. Entsprechend dem Ordnungsprinzip von Mendelejew und Meyer sind alle Elemente in bestimmten Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften zusammengefasst. Dabei unterscheidet man zwischen Hauptgruppen, Nebengruppen, den Lanthanoiden und Actinoiden. Für die Schulchemie sind hauptsächlich die Hauptgruppen-Elemente (farbig) und ein paar Nebengruppen-Elemente (weiß) interessant.   Im obigen dargestellten PSE sind zur Übersichtlichkeit und aus Platzgründen nur die Hauptgruppen-Elemente (farbig) und die Nebengruppen-Elemente (weiß) dargestellt. Die Reihe der Lanthanoide drängt sich bei einer ausführlichen Version des Periodensystems zwischen Lanthan (La) und Hafnium (Hf). Die Reihe der Actinoide drängt sich zwischen die Elemente Actinum (Ac) und Rutherfordium (Rf).
Allgemein Gruppen im Periodensystem Das Periodensystem der Elemente
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