Das Gesetz der multiplen Proportionen

Bilden zwei Elemente mehr als eine Verbindung, so stehen die Massen desselben Elements zueinander im Verhältnis kleiner ganzer Zahlen. Als John Dalton seine “Atomtheorie” veröffentlichte, verursachte er in der Wissenschaft ein großes Raunen. Zahlreiche Wissenschaftler widersprachen seiner Theorie und so war er gezwungen Beweise dafür zu liefern. Sein Gesetz der multiplen Proportionen griff das wenig Jahre zuvor von Joseph-Louis Proust veröffentlichte “Gesetz der konstanten Massenverhältnisse” auf. Mit diesem neuen Gesetz konnte Dalton in einem Umkehrschluss beweisen, dass Atome gleicher Elemente die gleiche Masse besitzen und Atome verschiedener Elemente sich in ihren Massen unterscheiden müssen. Im Grunde ist das Gesetz der multiplen Proportionen gar nicht schwer zu verstehen. Beispielsweise gibt es zahlreiche Verbindungen, welche sich lediglich aus Kohlenstoff- und Wasserstoff-Atomen zusammensetzen. Zum Beispiel: Würde man je ein “Mol” dieser Verbindungen wieder zerlegen und die jeweiligen Massen bestimmen, erhielte man folgende Werte.     1 Mol wiegt      davon Masse Wasserstoff    davon Masse Kohlenstoff     Methan: 16 g 4 g 12 g       Ethan: 30 g 6 g 24 g     Propan: 44g 8g 36 g Betrachtet man diese Zahlen, so erkennt man sofort das “Gesetz der multiplen Proportionen”. Die Massen des gleichen Elements stehen zueinander immer in einem Verhältnis kleiner ganzer Zahlen. Beispielsweise eins zu zwei, zwei zu drei oder eins zu drei. Genau dies war es, was Dalton entdeckte. Mit dieser Erkenntnis konnte er anschaulich begründen, warum Atome des gleichen Elements die gleiche Masse besitzen müssen. Denn würden beispielsweise Kohlenstoff-Atome unterschiedlich viel wiegen, so würde man “wilde” Zahlen und Verhältnisse erhalten.
Das Gesetz der multiplen Proportionen
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