Das Gesetz des konstanten Massenverhältnisses

In einer chemischen Verbindung ist das Verhältnis der Massen zueinander immer gleich. Bereits sehr früh war es für die Naturwissenschaftler interessant herauszubekommen in welchem Massenverhältnis die Stoffe miteinander reagieren. Durch dieses Wissen wusste zum Beispiel ein Apotheker wie er verschiedene Stoffe mischen und reagieren lassen musste, um einen bestimmten Wirkstoff herzustellen. Auch heute in der Industrie nutzt man noch unter anderem dieses Wissen. Das “Gesetz des konstanten Massenverhältnisses” wurde von Joseph-Louis Proust (1754 - 1826) aufgestellt. Wie sein Name es vermuten lässt betrifft es das Verhältnis von Massen. Durch die genaue Analyse verschiedener chemischer Reaktionen hatte er erkannt, dass dieses Verhältnis immer gleich war. Ein Beispiel hilft diese Aussage wohl besser zu verstehen. Der Stoff Natriumchlorid, auch besser bekannt als Kochsalz, kann durch die chemische Reaktion von Natrium und Chlor hergestellt werden. Verwendet man dabei zu viel Natrium, so bleibt davon ein Rest übrig. Verwendet man zu viel Chlor, so bleibt hiervon ein Rest übrig. Möchte man das von keinem der beiden Stoffe ein Rest übrig bleibt, so muss man die beiden Stoffe in einem ganz bestimmten Massenverhältnis miteinander reagieren lassen. Experimente haben gezeigt, dass sich rund 4 Gramm Natrium mit rund 6 Gramm Chlor zu 10 Gramm Natriumchlorid verbinden. Aus dem Massenverhältnis kann man jedes benötigte Mischungsverhältnis beider Stoffe herleiten.Möchte man beispielsweise lediglich 5 Gramm Natriumchlorid herstellen, so setzt man auch nur die Hälfte an Natrium und Chlor ein. Möchte man 30 Gramm herstellen, würde man jeweils die dreifache Menge (Masse) einsetzen. Mit Hilfe des Dreisatzes lassen sich hierbei sämtliche Berechnungen durchführen. Die Bezeichnung “Gesetz des konstanten Massenverhältnisses” ist nicht die offizielle Bezeichnung dieses Gesetzes. Proust selbst sprach vom “Gesetz der konstanten Proportionen”. Es lieferte John Dalton die Grundlage für seine Atomtheorie sowie sein „Gesetz der multiplen Proportionen“. Um beide Gesetze besser unterscheiden zu können, wird in der Schule häufig (und so auch hier) die hier gewählte Formulierung verwendet.
Allgemeines  Gesetz des konstanten Massenverhältnisses Experiment 1  Massenverhältnis bei Kupfersulfid Experiment 2  Massenverhältnis bei Silberoxid Das Gesetz des konstanten Massen-verhältnisses
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