Abkürzungen für Elemente und Verbindungen

Im Laufe der Jahrhunderte verwendeten die Alchemisten, die Vorgänger der Chemiker, teilweise ganz unterschiedliche Namen und Abkürzungen für ein und den selben Stoff. Unter solch einer Voraussetzung war der Austausch über neue Erkenntnisse natürlich sehr schwer. Allerdings wollten auch viele Alchemisten nicht verstanden werden. Das Ziel vieler Alchemisten war nämlich aus „unreinen Stoffen“ Gold zu gewinnen (vgl. „Worum geht es eigentlich in der Chemie“). Dabei wollten sie ihr Wissen natürlich nicht mit Jedem teilen. Durch die Verwendung verschiedener Symbole verschlüsselten sie ihre Gedanken. Die meisten dieser Symbole verstanden dabei nur sie. Erst im Laufe der Zeit setzen sich manche Symbole durch und wurden von mehreren Alchemisten genutzt.   Im 17. und 18. Jahrhundert setzte sich bei vielen Naturforschern die Erkenntnis durch, dass man Gold nicht aus „unreinen Stoffen“ herstellen kann. Aus der Alchemie entwickelte sich langsam die Chemie. Und die Chemiker begannen ihr Wissen untereinander auszutauschen. Ab diesem Zeitpunkt war es natürlich notwendig einheitliche Namen und Abkürzungen für verschiedene Stoffe zu verwenden. Der schwedische Naturwissenschaftler Jöns Jakob Berzelius (1779 - 1848) schlug die Verwendung von Buchstaben vor. Zuvor hatten verschiedene andere Naturwissenschaftler andere Symbole und Schreibweisen vorgeschlagen, die jedoch zu kompliziert waren, als dass sie sich durchsetzen konnten. Berzelius begründete seine Schreibweise mit den Worten: “Die chemischen Zeichen müssen Buchstaben sein, damit sie ohne Verzierung gedruckt werden können... Ich wähle deshalb als Zeichen die Anfangsbuchstaben im lateinischen Namen eines jeden Grundstoffes.“
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Allgemein Elementnamen und Elementsymbole Verbindungen und deren Abkürzung als „Steinbachformeln“