Atome und Verbindungs-Teilchen

Ein Atom ist ein winzig kleiner Grundbaustein. Jedes Element besitzt seine ganz eigene Atomsorte. Ein Verbindungs-Teilchen setzt sich aus mindestens zwei verschiedenen Atomen zusammen.

Bisherige Vorstellung der Teilchen

Die Erkenntnis, dass sich manche Stoffe aus anderen Stoffen zusammensetzen (vgl. „Elemente und Verbindungen“), bedeutet das wir unseren Blick auf die „Teilchen“ verändern müssen. Betrachten wir dazu beispielsweise die Reaktion von Zink und Schwefel - zwei Elementen (Grundbaustoffen). Bei dieser Reaktion entsteht Zinksulfid - eine Verbindung. Auf der Stoff-Ebene (mit den Augen sichtbar) sieht das Ergebnis der chemische Reaktion so aus. Nun können wir die Teilchen der verschiedenen Stoffe nicht mit unseren Augen sehen. Naturwissenschaftler entwickelten dennoch eine Vorstellung von diesen (vgl. „Jeder Stoff besteht aus winzigen Teilchen“). Und angenommen wir könnten mit einem Super-Mikroskop an alle drei Stoffe nacheinander heran ‘zoomen‘, dann könnten wir die Teilchen der Stoffe sehen. Mit der bisherigen Vorstellung sahen die Teilchen vielleicht so aus.

Neue Vorstellung: Unterscheidung in Atome und Verbindungs-Teilchen

Von dieser bisherigen Vorstellung, dass jeder Stoff ein einzigartiges Teilchen besitzt, sind die Naturwissenschaftler mittlerweile abgekommen. Sie sind zu einer etwas anderen Vorstellung übergegangen. Die Teilchen der Elemente betrachtet man als die „Grundbausteine“ des Universums. Man gab ihnen die Bezeichnung „Atome“. Für sie gelten die gleichen Grundsätze wie für die Teilchen, denn es sind Teilchen - nur eben ganz besondere (vgl. „Das Minicles- Modell“). Der Name und die Überlegungen zu den Atomen führte der Engländer John Dalton, der Begründer der modernen Atomtheorie, ein. Bei der Namenswahl griff er eine Bezeichnung des griechischen Gelehrten „Demokrit“ zurück. „Atom“ leitet sich nämlich vom griechischen ‘átomos‘ ab und bedeutet soviel wie „das Unteilbare“ (vgl. „Historische Vorstellungen der Teilchen“). 1. Atome des gleichen Elements sind in Aussehen und Verhalten absolut identisch. 2. Die Atome sind in ständiger Bewegung. 3. Zwischen den Atomen herrschen Anziehungskräfte. 4. Die Atome können nicht im NICHTS verschwinden oder aus dem NICHTS auftauchen. 5. Zwischen den Atomen befindet sich NICHTS. In dem gewählten Beispiel handelt es sich bei Zink und Schwefel um Elemente (Grundbaustoffe). Daher verwendet man üblicherweise für deren „Teilchen“ nicht mehr die Bezeichnung „Teilchen“ sondern „Atom“. Zink besteht ausschließlich aus Zink-Atomen. Schwefel besteht ausschließlich aus Schwefel-Atomen. Um „Teilchen“ von Atomen besser unterscheiden zu können, zeichne ich Atome stets ohne Beine. Anstelle von einem komplett neuartigem „Zinksulfid-Teilchen“ stellen sich Naturwissenschaftler nun vor, dass sich das Zink-Atom mit dem Schwefel-Atom verbindet. Dabei verschmelzen diese jedoch nicht zu einem neuen Teilchen sondern bleiben erhalten. Das „Zinksulfid-Teilchen“ als eigenständige Teilchensorte wie weiter oben dargestellt, gibt es also gar nicht. Dieses „Teilchen“ ist vielmehr ein Verbund aus zwei verschiedenen Atomen. Aus den 118 verschiedenen Elementen (Grundbaustoffen) und den damit 118 verschiedenen Atomen (Grundbausteinen) setzt sich das gesamte Universum zusammen.    
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© F. Markert 2015
Beim ‘Heran Zoomen‘ an Zink sähe man Zink-Teilchen. Beim ‘Heran Zoomen‘ an Schwefel sähe man Schwefel-Teilchen. Beim ‘Heran Zoomen‘ an Zinksulfid sähe man Zinksulfid-Teilchen. Ein Zink-Atom, ein Grundbaustein des Universums Ein Schwefel-Atom, ein Grundbaustein des Universums Allgemein Darstellung verschiedener Atome und Verbindungs-Teilchen Daltons Atomtheorie John Dalton, der Begründer der modernen Atomtheorien Demokrit, ein griechischer Gelehrter. Er schuf die Bezeichnung ‘átomos‘. Das Zinksulfid-Teilchen ist eine Verbindungs-Teilchen aus einem Zink- und einem Schwefel-Atom.