© F. Markert 2015

Worum geht es eigentlich in der Chemie?

Die Chemie ist die Lehre der Stoffe, deren Eigenschaften und deren Verhalten. Die „Chemie“ als Wissenschaft ist im Grunde noch sehr jung. So wie man sie heute kennt und versteht, entstand sie erst im Laufe des 18. Jahrhunderts. Doch ihre Geschichte und ihr eigentlicher Ursprung reicht mehrere tausend Jahre zurück. Damals sprach man natürlich noch nicht von der Chemie und man hatte auch kein aktives Wissen. Trotzdem nutzten die Menschen damals schon die Chemie ohne es zu ahnen. Bereits das „Feuer machen“ in den Höhlen der ersten modernen Menschen war ein chemischer Vorgang. Brennbares Material wie Holz wurde entzündet. Daraufhin gab es die darin gespeicherte Energie ab und zurück blieb lediglich Asche. Die Wärme des Feuers konnten die Höhlenmenschen wiederum zum Braten des Fleisches verwenden. Und auch während dem Braten fanden zahlreiche chemische Prozesse statt. Das rohe Fleisch veränderte sich durch die Wärme und ließ sich so leichter verzehren und verdauen. Genau um diese beiden Aspekte, die Energie und die Veränderung von Stoffen, geht es bei der Chemie. Die frühen ersten Zivilisationen wie die alten Ägypter oder Griechen entwickelten Verfahren mit welchen sie Metalle aus Erzen gewinnen konnten. So gelangten sie an Gold, Silber Kupfer und später auch Eisen. Aus Pflanzen und anderen biologischen Stoffen stellten sie Öle, Parfüme und ähnliches her. Daneben brauten sie Bier oder stellten Wein her. Bei jedem dieser Beispiele handelt es sich um chemische Vorgänge. Damals wusste man jedoch nur das „wie-es-funktioniert“. Heute können Chemiker auch das „warum“ erklären. Im Mittelalter bis zum 17. Jahrhundert sprach man nicht von der Chemie, sondern von der Alchemie. Diesen Begriff hatten die Araber geprägt. Die Alchemisten versuchten die Hintergründe bisher bekannter Vorgänge wie beispielsweise der Metallgewinnung zu verstehen. Dadurch hofften sie die Verfahren verbessern zu können. Zudem beschäftigten sie sich mit den verschiedenen Eigenschaften der Materialien. So wollten sie zum Beispiel verstehen warum Eisen wesentlich härter als Blei ist. Oder woher ein schwarzes Pulver aus China seine zerstörerische Kraft nahm. Ihr größtes Bestreben war jedoch der Versuch aus wertlosen Materialien Gold herzustellen. Um ihre Forschung vorantreiben zu können, gingen sie häufig Bündnisse mit Fürsten ein. Letztere gewährten ihnen Obdach, Verpflegung und einen großen Lohn. Als Gegenleistung versprachen ihnen die Alchemisten Gold im Überfluss. Sollte es endlich gelingen Gold herzustellen. Vermutlich war es aber fast von Beginn an ein riesiger Betrug. Die Alchemisten erkannten schnell aufgrund ihres Wissens, dass es kaum möglich sein dürfte Gold aus Dreck herzustellen. Weil den Fürsten dieses Wissen jedoch fehlte, ließen sie sich wunderbar an der Nase herumführen. Manchmal schien es sogar so, als würde eine Idee funktionieren. Als könnte man doch Gold aus Dreck herstellen. Doch letztlich scheiterten alle. Die Gewinnung von Gold aus Materialien die kein Gold enthalten, ist schlichtweg nicht möglich. Und obwohl es ihnen nicht gelang Gold herzustellen, entdeckten sie zahlreiche andere chemische Verfahren. Zunehmend begriffen sie die Hintergründe ihrer Experimente. Um vom Fürsten nicht vom Hof gejagt zu werden, mussten die Alchemisten aber immer wieder auf verschiedene Tricks zurück greifen. Durch ihre Forschung kannten sie „glücklicherweise“ viele Vorgänge bei welchen scheinbar Gold entsteht. Diese führten sie regelmäßig dem Fürsten vor und versprachen auf dem richtigen Weg zu sein. Ein solcher „Trick“ ist auf der zweiten Seite dargestellt. Die „Chemie“ als moderne Wissenschaft, so wie wir sie heute kennen, entwickelte sich erst in den letzten 250 bis 300 Jahren. Chemiker beschäftigen sich mit den Eigenschaften und dem Verhalten verschiedener Materialien. Allerdings spricht man nicht mehr von Materialien sondern von Stoffen. Aus verschiedenen Ausgangsstoffen stellen Chemiker heutzutage zahlreiche wichtige Produkte des Alltags her. Darunter befindet sich zum Beispiel Plastik, Klebstoff, Tinte, Nagellack und Nagellackentferner, Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Konservierungsstoffe, Porzellan, Metalle, Seifen farben, Lacke, Düngemittel und vieles mehr. Die Chemie ist jedoch keineswegs nur eine künstliche, ungesunde, unnatürliche oder gefährliche Angelegenheit. Vermutlich genau in diesem Prozess verdaut dein Körper etwas was du vorhin gegessen hast. Auch die Verdauung und andere biologische Prozesse in deinem Körper basieren beispielsweise auf der Chemie.
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