Die Fette

Kein Fett ist genauso ungesund wie zu viel Fett. Der Körper benötigt es unter anderem als Energiereserve, Geschmacksträger, zur Aufnahme bestimmter Vitamine und zur Isolation gegen Kälte und Wärmeverlust. Fette sind ungesund. So lautet zumindest eine gängige Aussage, die man sicherlich von vielen Personen hören kann. Unrecht haben sie damit nicht, jedoch wie so oft auch nicht recht. Fette sind sehr energiereich, sogar energiereicher als “Kohlenhydrate”. Ein Gramm Fett enthält etwa 9 kcal Energie. Aus dieser Sicht würden sie sich daher sehr gut als Hauptenergielieferant eignen. Das Problem bei solch einer Ernährung wäre jedoch, dass man vermutlich viel zu viel Fette aufnehmen würde. Denn die Fette verstecken sich mehr oder weniger in den verschiedenen Nahrungsmitteln. Der Tagesbedarf ist sehr schnell erfüllt. Jedes weitere Gramm Fett das man nun zu sich nimmt, wird vom Körper verwendet um eine Fettreserve, das sogenannte Depotfett anzulegen. Nach einiger Zeit sieht man diese Ernährung an Bauch, Hüften und anderen Stellen. Neben Übergewicht können auch Herz- und Kreislauf-Erkrankungen und weitere Wohlstandkrankheiten die Folge sein.

Wofür brauchen wir Fett?

Der Körper lagert Fett zunächst einmal als Energiereserve für schlechte Zeiten ein. Dabei bedient er sich entweder bei aufgenommenen Fetten direkt aus der Nahrung. Oder der Körper bildet das Fett aus Nahrungsüberschüssen. Fette dienen in der Ernährung jedoch noch zu mehr. Zum einen benötigt der Körper Fette um Zellbestandteile aufzubauen. Dann braucht er das Fett um bestimmte Vitamine überhaupt aufnehmen zu können. Wer beispielsweise abnehmen will und Salat ganz ohne Öl zu sich nimmt, tut sich damit keinen Gefallen. Denn manche Vitamine können nur mit Fett vom Körper aufgenommen werden (vgl. “Vitamine”). Außerdem dienen Fette auch als Isolation gegen Kälte und den drohenden Wärmeverlust. Und letztlich sind Fette hervorragende Geschmacksträger, weil sich Geschmacksstoffe in ihnen sehr gut lösen. Daher schmecken fettige Sachen den meisten Leuten auch wesentlich besser als fettarme Nahrung. Der Tagesbedarf an Fetten liegt bei einem Erwachsenen je nach Alter und Größe zwischen 1 Gramm und 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
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