Der anaphylaktische Schock

Bei einer Über-Überreaktion des Immunsystems schüttet der Körper so viel Histamin aus, dass schnell ein lebensbedrohlicher Zustand erreicht wird. Man spricht von einem “anaphylaktischem Schock”. Erste Symptome eines anaphylaktischen Schocks sind (häufig): Kribbeln in den Händen und Füßen sowie Kopfschmerzen. Wird nichts dagegen unternommen, so kann Bewusstlosigkeit und Tod die Folge sein. Besonders zwei Wirkungen des Histamins sind dafür verantwortlich. Weitung der Blutgefäße Eigentlich soll dies dazu führen, dass möglichst schnell weitere weiße Blutkörperchen zur Entzündungsstelle gelangen können. Weiten sich die Blutgefäße jedoch zu stark, so kann die Folge ein Blutdruckabfall sein. Ohne ausreichenden Blutdruck gelangt das Blut jedoch nicht mehr in alle Bereiche des Körpers. Damit fehlt es wiederum am dort dringend benötigtem Sauerstoff. Verengung der Luftröhre Mit dieser Maßnahme schützt sich der Körper eigentlich vor einem Eindringen weiterer Allergene. Verengt sich die Luftröhre zu stark, ist Sauerstoffmangel die direkte Folge. Was tun? Allgemein unterscheidet man vier schwere Grade eines anaphylaktischen Schocks. Viele Allergiker tragen Notfallmedikamente bei sich, die sie einnehmen können. Als Außenstehender ist es jedoch häufig schwierig die Situation richtig einzuschätzen. Daher gilt der Grundsatz: “Erscheint oder ist die Situation schwer zu beurteilen oder bereits kritisch: Sofort den Notarzt (112) rufen.” Weitere Maßnahmen sind: Allergen entfernen (sofern es erkannt ist, beispielsweise ein Bienenstachel) Betroffene Stelle kühlen (Verengung der Blutgefäße durch die Kälte) Stabile Seitenlage und Patient beruhigen Unter keinen Umständen darf ein eigenes Notfallmedikament einem Patienten verabreicht werden. In solch einem Fall würde man sich strafbar machen (Die Verabreichung von Medikamenten ist nur Fachpersonal gestattet). Viel schlimmer ist jedoch, dass man möglicherweise eine weitere allergische Reaktion provoziert und sich der Zustand verschlechtert. Keine Sorge muss man sich jedoch machen, wenn man die Notrufnummer (112) wählt. Am anderen Ende sitzt geschultes Personal, das durch gezielte Fragen zum Patient und seinem Zustand versucht die Situation einzuschätzen. Letztlich entscheidet dieser, ob ein Notarzt losgeschickt wird. Solange der Anruf kein schlechter Scherz ist, braucht man sich daher keine Sorgen zu machen, bei einem Fehlalarm möglicherweise auf den Einsatzkosten sitzen zu bleiben.  
© F. Markert 2015
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